Pflegegrad beantragen — so geht's
Der Antrag ist einfacher als gedacht: formlos, kostenlos, und die Leistungen gelten rückwirkend ab dem Antragstag.
TL;DR: Sofort formlos beantragen (1 Satz genügt, Datum zählt) → Pflegetagebuch führen → Begutachtung vorbereiten → Bescheid binnen 25 Arbeitstagen → zu niedrig? Widerspruch binnen 1 Monat.
Beträge Stand 2026 Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (PDF)
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1 Antrag formlos stellen
Rufen Sie Ihre Pflegekasse an (bei der Krankenkasse angesiedelt) oder schreiben Sie einen Einzeiler: "Hiermit beantrage ich Leistungen der Pflegeversicherung." Das Datum zählt — Leistungen gibt es rückwirkend ab Antragstellung.
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2 Pflegeberatung nutzen
Die Pflegekasse muss Ihnen binnen zwei Wochen eine kostenlose Pflegeberatung (§ 7a SGB XI) anbieten — nutzen Sie sie, auch als pflegende Angehörige.
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3 Pflegetagebuch führen
Dokumentieren Sie 1–2 Wochen lang täglich, wobei Hilfe nötig ist (Waschen, Anziehen, Medikamente, nächtliche Unruhe). Das Tagebuch ist Ihr wichtigstes Beweismittel bei der Begutachtung — und später im Widerspruch.
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4 Begutachtung vorbereiten
Der Medizinische Dienst (bzw. Medicproof bei privat Versicherten) kündigt einen Hausbesuch an. Beschreiben Sie den schlechtesten realistischen Tag, nicht den besten. Eine Vertrauensperson sollte dabei sein. Die 7 Fehler bei der MD-Begutachtung
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5 Bescheid prüfen
Vergleichen Sie den Bescheid mit Ihrer eigenen Einschätzung (Pflegegrad-Rechner) und fordern Sie das vollständige Gutachten an. Zu niedrig eingestuft? Innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.
Vorher einschätzen
Mit dem Pflegegrad-Rechner wissen Sie vor der Begutachtung, welches Ergebnis realistisch ist — und erkennen sofort, ob sich ein Widerspruch lohnt.
Brief direkt online erstellen
Sie wissen schon, dass Sie den Antrag stellen wollen? Dann nutzen Sie den Antrag-Generator: Formular ausfüllen, formelles Antragsschreiben drucken oder herunterladen, an die Pflegekasse schicken — fertig.